PRESSEMITTEILUNG: Brandenburg streicht Ausgaben für die
Bildung!
„Die einzige Ressource die unser Land hat sind unsere Kinder! Aus diesem Grund muss in
die Zukunft unserer Kinder investiert werden!“ Welcher Politiker
unterstreicht nicht diese Sätze. Bildung hat oberste Priorität und
dennoch gibt unser Land, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zu wenig
Geld für Bildung aus.
Im Wissen um diese Tatsache ist es absolut unverständlich,
dass das Land Brandenburg in seiner Landtagssitzung am 14.12.2011 die Streichung von
Bildungsinvestitionen auf der Tagesordnung hat, mit dem Ziel, dort Streichungen
vorzunehmen. Ein unglaublicher und absolut nicht nachvollziehbarer Vorgang! Mit
Recht gibt es zahlreiche Proteste und Einwände, sowohl aus den Reihen derer die
betroffen sind, als auch von Gewerkschaften und Verbänden. Es steht zu befürchten, dass die freien Schulen und auch
einzelne Bildungsprojekte des Landes Brandenburg den „Sparbeschlüssen“ zum
Opfer fallen werden. Dies kann und darf nicht hingenommen werden. So wird auch
die KEG Berlin-Brandenburg die Sitzungen
des Brandenburger Landtags genauestens verfolgen und ihren Protest gegen
Brandenburger Sparbeschlüsse im Bildungssektor ausdrücken.
Unser Land steht vor großen Herausforderungen. Immer noch
werden zu wenig Kinder geboren. Es fehlen Kitaplätze, insbesondere im
Betreuungsbereich der Kinder unter 3 Jahren.
Der Fachkräftemangel ist eklatant. In den Schulen sieht es ähnlich aus.
Die völlig unzureichenden Rahmenbedingungen in Kitas und Schulen haben
Überlastung und Überforderung des pädagogischen Fachpersonals zur Folge. Sparbeschlüsse im Bildungsbereich treffen in erster Linie
Kinder und Heranwachsende. Sie richten sich aber auch gegen Familien und gegen
die gesamte Berufsklientel im pädagogischen Bereich. Wenn die Politik, egal in welchem Bundesland, dennoch im
Bildungsbereich finanzielle Mittel
streicht, ist dies unverantwortlich und zeigt einmal mehr, wie wichtig ihr
Kinder und Familien sind.
KEG Landesverband Berlin-Brandenburg
Berlin, 14.12.2011
PRESSEMITTEILUNG: Neue
Bildungssenatorin – neue Chancen für Berliner Kitas?
Zunächst
das Positive: Mit der Ernennung von Sandra Scheeres zur neuen
Bildungssenatorin hat der Berliner Senat endlich einmal eine „Kita-Expertin“ in
diesem wichtigen Amt. Dies lässt uns als KEG natürlich hoffen, obgleich man auch
anfügen muss, dass nicht nur der Kita-Bereich, sondern auch die Schulen und
Universitäten totale Aufmerksamkeit und vor allen Dingen zielgerichtetes politisches Handeln fordern werden. Dabei möge man den Schulen gönnen, dass
nach all den vielen Reförmchen und Reformen nun erst einmal ein gewisser
„Schulfriede“ einsetzt.
Dennoch,
die Probleme im Berliner Kitabereich sind gravierend. 23 000 Kitaplätze fehlen
bis 2014 und die Umsetzung des bis 2013 bundesweit gesetzlich verankerten Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz
für Kinder ab dem 1.Lebensjahr scheint auch in unserer Stadt gefährdet. Hinzu
kommt ein eklatanter Erziehermangel,
der schon jetzt greift und der - so steht zu befürchten - zunehmend schlimmer
wird. Unbesetzte Stellen führen schon jetzt zu überfüllten Gruppen und somit
zur totalen Überlastung des pädagogischen Fachpersonals. Schon jetzt können
Fort- und Weiterbildungsangebote nicht wahrgenommen werden, weil es keine
Vertretungen gibt. Die im Berliner Bildungsprogramm festgeschriebenen
Bildungsbereiche können – wegen der unzureichenden Rahmenbedingungen - nur
schwer umgesetzt werden. Dies ist schon der Stand heute. Doch wie geht es
weiter und vor allen Dingen wie begegnet die Bildungssenatorin diesen
Problemen? Was sind ihre Handlungsansätze zur Lösung dieser Probleme? Fragen
tun sich auf – viele Fragen!
Es
ist zu befürchten,
dass man der steigenden Nachfrage nach Kitaplätzen durch Erhöhung der
vorhandenen Platzzahlen begegnen wird. Aktionsräume wie beispielsweise Sport-,
Musik- und andere Kreativräume müssen evtl. aufgegeben und in zusätzliche
Gruppenräume umgewandelt werden. So können in den vorhandenen Kitas zwar
zusätzlich neue Plätze geschaffen werden,
aber den Kindern werden durch diese Umwandlung auch Bildungsräume genommen.
Dies kann niemand wollen und es widerspräche auch all dem, was das Berliner
Bildungsprogramm als verbindliche Grundlage für alle Kitas in unserer Stadt
festlegt bzw. vorschreibt.
Die
KEG wird wachsam sein und die Entwicklung im Berliner Kita-Bereich mit größter
Sorgfalt verfolgen. Sie wird weiterhin bessere Rahmenbedingungen fordern und
sich mit größtem Einsatz einem Vorhaben widersetzen, welches zu noch schlechteren
Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher führt.
Berliner
Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle,
die hierfür Verantwortung tragen, angefangen von den Eltern, über die Kitas und
Schulen bis zur Politik, sind diesem Recht verpflichtet. Die KEG ist
gesprächsbereit und wird auch der neuen Senatorin ihre Vorschläge und
Forderungen unterbreiten.
KEG Landesverband Berlin-Brandenburg
Berlin, 14.12.2011
Volksbegehren-Grundschule
Unser Landesverband unterstützt das Volksbegehren und sammelt Unterschriften. Unterschriftslisten und weitere Informationen können unter www.volksbegehren-grundschule.de/unterschriftsbogen.html heruntergeladen, bzw. eingesehen werden.
Pressemeldung: Kindertageseinrichtungen in Katholischer Trägerschaft-Attraktive Arbeitsplätze für Erzieher/innen?
Das Ausbauprogramm der Bundesregierung, das zum Ziel hat, ab 2013 ein Angebot der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei mit einer durchschnittlichen Bedarfsabdeckung von 35 Prozent zur Verfügung zu stellen, verschärft den Wettbewerb um pädagogische Fachkräfte bereits heute ganz deutlich. Vielerorts ist der Markt an Erzieherinnen schon jetzt wie leer gefegt. Um die Zukunftsfähigkeit katholischer Kindertageseinrichtungen nicht zu gefährden, ist sicherzustellen, dass auch künftig ausreichend pädagogische Fachkräfte für die Arbeit bei der katholischen Kirche zur Verfügung stehen. Dabei ist die Vielfalt der Kulturen auch in der Personalauswahl Rechnung zu tragen. Ziel muss sein, Erzieherinnen zu halten und neu hinzu zu gewinnen. In einer Presse-Erklärung des Bundesvorstand der KEG (D), beschlossen am 7.11.2010 in Erfurt, konkretisiert die KEG den aktuellen Handlungsbedarf aus ihrer Sicht: Presse-Erklärung in vollständiger Fassung als PDF zum lesen
Informationsschreiben des Deutschen Beamtenbunds Berlin (dbb berlin) zum Thema „Streikverbot für Beamtinnen und Beamte“:
Der dbb berlin wird nicht zu Streiks der beamteten Lehrkräfte aufrufen! Der dbb berlin lehnt eine Aufhebung des Streikverbots für Beamtinnen und Beamten ab! Der dbb berlin sieht in den Aktionen der GEW Berlin die gewerkschaftliche Begleitmusik zum Verbeamtungsverbot des Senats für Lehrkräfte! Mit diesen drei Grundaussagen fasste Joachim Jetschmann, Landesvorsitzender des dbb berlin, die Haltung des dbb in berlin zur Diskussion in den Berliner Schulen über einen Arbeitskampf von Beamtinnen und Beamten zusammen. Mehr dazu lesen sie hier: PDF-Datei zum Download